Karmelitinnenkloster
St. Teresa Weimar

Geschichte

Im 12. Jahrhundert siedelten sich abendländische Einsiedler im Gebirge Karmel an. Es waren u.a. Kreuzfahrer, die ihre Waffen niederlegten und sich in die Stille zurückzogen. Sie schlossen sich nach und nach zur Gemeinschaft der „Brüder der seligsten Jungfrau Maria vom Berge Karmel“ (= Karmeliten) zusammen und erhielten um 1207 ihre erste Regel durch den Patriarchen Albert von Jerusalem.
Leitbild und Richtschnur fanden sie im Propheten Elija, der etwa zweitausend Jahre vor ihnen hier gelebt hatte.
Prophet Elia Wie er wollten die jungen Eremiten vor dem lebendigen Gott stehen, in persönlicher Beziehung mit IHM leben und im Wachen und Beten für ihn da sein.
Die bis heute gültigen Kernsätze der Regel lauteten: „Gott lebt, vor dessen Angesicht ich stehe,“ und „Tag und Nacht das Gesetz des Herrn betrachten und im Gebete wachen“.

Zudem fanden die Eremiten die Grundmauern einer Marienkirche aus dem fünften Jahrhundert vor. Dies war der Anlass, sich ebenfalls an Maria, der Mutter Jesu, zu orientieren und nach ihrem Beispiel offen zu sein für Gott und in enger Verbundenheit mit ihm zu leben. Im 13. Jahrhundert waren die Karmeliten durch die politischen Umstände gezwungen, das Land zu verlassen. Sie ließen sich in Europa nieder und schlossen sich den Bettelorden an. Im 15. Jahrhundert entstanden die ersten Karmelitinnenklöster.